LED-Technik einfach erklärt Moderne LED-Systeme sind leistungsstark, vielseitig und energieeffizient. Doch hinter jeder professionellen Lichtlösung stehen technische Kennzahlen und Begriffe, die für Planung, Gestaltung und Anwendung entscheidend sind. Unser kompaktes Lichtlexikon vermittelt die wichtigsten Grundlagen – praxisnah, verständlich und fachlich fundiert.
KELVIN (K) – Farbtemperatur
Die Farbtemperatur bestimmt, ob Licht als warmweiß (gemütlich) oder kaltweiß (aktivierend) wahrgenommen wird.
Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer das Licht:
- 2700–3000 K: Warmweiß – z. B. Hotel, Lounge, Wohnraum
- 3500–4000 K: Neutralweiß – z. B. Büro, Retail, Ausstellungen
- 5000–6500 K: Kaltweiß / Tageslichtweiß – z. B. Industrie, Medizin
- Tunable White (2700–6500 K): Dynamisch einstellbar, z. B. für HCL-Anwendungen
Lichtstrom
Unter Lichtstrom versteht man die Lichtleistung (Strahlung) einer Lichtquelle in alle Richtungen. Die abgestrahlte Lichtleistung wird in Lumen (lm) angegeben.
Leuchtdichte
Die Leuchtdichte bezeichnet das Verhältnis von Größe der angestrahlten Fläche zur Lichtstärke. Sie wird in Candela pro Flächeneinheit (cd/m2) gemessen.
Reflexion
Unter Reflexion versteht man, wenn ein Lichtstrahl auf eine Fläche trifft und von ihr zurückgeworfen wird.
CRI – Farbwiedergabeindex
Der CRI beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wiedergegeben werden. Skala: 0 (schlecht) bis 100 (Tageslicht-Referenz)
Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer das Licht:
- CRI > 90: Sehr hohe Farbwiedergabe – für Showrooms, Museen, Retail mit farbigen Produkten
- CRI 80–89: Standardqualität – z. B. für Büro, Gastronomie
- CRI < 80: Für Industrie- oder Außenbereiche mit geringeren Anforderungen
LUX (lx) – Beleuchtungsstärke
LUX gibt an, wie viel Licht (Lumen) auf eine bestimmte Fläche fällt. 1 LUX = 1 Lumen/m² Empfohlene Beleuchtungsstärken nach Einsatzbereich: Büroarbeitsplatz: ca. 500 lx Verkaufsflächen: 300–750 lx Museen / Galerien: 200–300 lx (gezielt) Eingangsbereiche: 100–300 lx
Abstrahlwinkel
Der Winkel in dem das Licht von der Lichtquelle abgestrahlt wird, nennt man Abstrahlwinkel. Er wird in Grad (°) angegeben.
Blendung
Blendung verschlechtert die Sehbedingungen und wird als Störung empfunden. Blendung ist anstrengend für die Augen und führt zu Ermüdung und Konzentrationsverlust.
Lichtfarben
Lichtfarben beeinflussen nicht nur unsere visuelle Wahrnehmung, sondern auch unsere Emotionen und Empfindungen. Durch bewusste Farbwahl können wir die Atmosphäre eines Raumes gezielt gestalten und so das gewünschte Ambiente schaffen.
Licht selbst ist Energie in Form elektromagnetischer Strahlung, die sich in Wellen ausbreitet. Das Lichtspektrum erstreckt sich von langwelligen Infrarotstrahlen über das für unser Auge sichtbare Licht, bis hin zu kurzwelligen ultravioletten Strahlen.
Je nach Wellenlänge nehmen wir unterschiedliche Farben wahr: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Die Gesamtheit aller Wellenlängen ergibt Weiß, schwarzes Licht stellt die Abwesenheit von reflektiertem Licht dar.
Die Assoziationen, die wir mit bestimmten Farben verbinden, sind vielfältig. Gelb ruft schnell Gedanken an Sonne, Wärme und Lebensfreude hervor, während Blau Erinnerungen an das Meer weckt. Rot lässt uns an Feuer und Leidenschaft denken. Helle, bläuliche Töne erzeugen den Eindruck von Weite, Luftigkeit und Kühle, während Orange- und Rottöne eine warme und anregende Ausstrahlung haben.
Auch die Helligkeit oder Intensität einer Farbe spielt eine Rolle. Dunkle Farben lassen Zimmerkonturen optisch verschwinden, was dazu führt, dass die Grenzen eines Raumes für das Auge verschwimmen. Hingegen verleiht Weiß den Räumen Frische, Weite und Klarheit, wodurch sie ein Gefühl von Offenheit und Leichtigkeit vermitteln.
Mit Hilfe von Farbmischungen können unterschiedliche Licht-Akzente gesetzt werden. Im Bereich der Lichttechnik gibt es zwei verschiedene Methoden, um neue Lichtfarben zu kreieren:
- die additive Farbmischung (Die Grundfarben Rot, Grün, blau werden gemischt, bei gleichem Verhältnis der 3 Farben entsteht weiß)
- die subtraktive Farbmischung (Die Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan können Teile des Lichtspektrums absorbieren)
Lichtstärken
- Die Lichtstärke ist eine physikalische Größe, die angibt, wie viel Licht eine Lichtquelle in eine bestimmte Richtung abstrahlt.
- Sie wird in der Maßeinheit Candela (cd) angegeben und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Leistung der Lichtquelle, dem Abstrahlwinkel und der Effizienz der Lichtquelle.
- Die Helligkeit hängt von der Lichtstärke der Lichtquelle sowie von der Entfernung zur Lichtquelle und der Reflexionseigenschaft der beleuchteten Oberfläche ab.
„Flickereffekt“ bei Filmaufnahmen von Leuchtrahmen
Primex verwendet „flickerarme“ LEDs in ihren Leuchtrahmen. Gegen einen erheblichen Aufpreis mit deutlich verlängerten Lieferzeiten können spezielle „flickerfreie“ LEDs beschafft und verbaut werden. Diese werden in der Praxis normalerweise nur bei Lichtquellen verwendet, die zum Ausleuchten von Fotomotiven bzw. Filmaufnahmen benutzt werden.
Wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis hinsichtlich „Flickern“ bei Filmaufnahmen hat insbesondere die Einstellung der Blend- und Belichtungsparameter der Kamera. Hier kann bei optimierter Einstellung das „Flickern“ minimiert oder im Idealfall sogar komplett verhindert werden.
Dazu ist aber eine entsprechende Expertise erforderlich, da u.a. auch die Umgebungsbeleuchtung und andere Faktoren einen Einfluss haben.
Bei Filmaufnahmen von Leuchtrahmen wird empfohlen keine Dimmung zu verwenden, da die Dimmung erfahrungsgemäß das Flickern verstärkt.